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Kirchenchor Schüpfheim
Der Kirchenchor Schüpfheim wurde im Jahr 1878
gegründet und zählt heute 30 Sängerinnen
und Sänger. Dem qualitätsbewussten Verein kommt bei den
vielfältigen Auftritten nicht
zuletzt die zehnjährige Probenarbeit mit dem anerkannten
Chorleiter und Professor der
Musikhochschule Luzern, Markus Zemp sowie die grosse Erfahrung
aus zahlreichen
Messegestaltungen in der Kirche zu Gute. Bei jährlich 15 bis 20
Auftritten, die der Chor in
Gottesdiensten, aber auch an weltlichen Feiern bestreitet, werden
regelmässige
Orchestermessen an Ostern, Pfingsten und Weihnachten, Konzerte,
Serenaden und offene
Singen durchgeführt. Dabei wird vielfältige Literatur sowie
eine gute Zusammenarbeit mit
anderen musikalischen Gruppen und Vereinen gepflegt. Der Kirchenchor
Schüpfheim steht
seit August 2006 unter der Leitung von Elsbeth Thürig-Hofstetter
aus Entlebuch. Von der grossen
Fachkompetenz und Ausstrahlung der jungen Kirchenmusikerin lassen sich
die Mitglieder
gerne begeistern und zu neuen vielseitigen Herausforderungen motivieren.
Aus
der Vereinsgeschichte
In der Festschrift zum 100 - Jahr- Jubiläum von 1978
ist unter anderem nachzulesen, dass
anfänglich viele Kirchenbesucher den neu entstandenen
Cäcilienverein ablehnten. Als Initiant
und Gründer gilt der damals erst 19 – jährige
spätere Nationalrat Joseph Anton Balmer. Ihn
unterstützte Kaplan Josef Waltert als erster Präsident.
Dessen Neffe, Sebastian Waltert,
Pfarrer in Schüpfheim, amtete als Direktor, Aktuar und Kassier.
Zwischen 1897 und 1914
übernahmen sechs Männer den Dirigentenstab, was auf
wahrscheinliche Schwierigkeiten
hinweist. Ein unverwechselbares Gepräge verlieh dann Lehrer Josef
Teuffer dem
Cäcilienverein von 1914 bis 1955. Seine hohen musikalischen
Fähigkeiten waren gepaart mit
menschlicher und religiöser Ausstrahlungskraft. Die
Einführung des gregorianischen Chorals
im Verein brachte zuerst eine gewisse Unruhe. Doch bald war die
Choralgruppe mit vier
Herren und drei Töchtern – vom Volk
„Allelujachörli“ genannt – kaum mehr
wegzudenken.
Mit dem 1928 erschienenen „Laudate“ förderte Josef
Teuffer neben der Mehrstimmigkeit den
Choral- und Volksgesang. Als besondere Höhepunkte seines Wirkens
seien die
Vereinsjubiläen, 32 Primizen sowie die Kreissängertage und
diverse Operettenaufführungen erwähnt.

Josef Teuffer
Veränderungen ab 1955
Im November 1955 starb Josef Teuffer überraschend an
einem Herzschlag. Nachdem die
Pfarrei erst im Oktober einen neuen Pfarrer (Kaplan Hans Fleischlin)
erhalten hatte, galt es
nun einen neuen Organisten und Chorleiter zu wählen. Vorbereitet
mit dem B - Diplom der
Schweizerischen Katholischen Kirchenmusikschule Luzern, trat Franz
Hurni, späterer Rektor
der Kantonsschule Schüpfheim, in den kirchenmusikalischen Dienst.
In der Folge wurde das
gesangliche Repertoire sukzessive erweitert und im weltlichen Bereich
traten Konzerte mit
Opernmelodien und leichterer Musik an die Stelle der
Operettenaufführungen. Mit den
liturgischen Erneuerungen durch das Vatikanum II (1962 – 1965),
begann eine Zeit des
Umbruchs. Die Einführung des einheitlichen Kirchengesangbuches und
der vermehrte
Wechsel von der lateinischen zur deutschen Sprache, veränderten
das musikalische
Programm. Wenn auch ungern, wurde Liebgewonnenes geopfert, während
geeignetes Neues
oft nicht sogleich zur Verfügung stand. Die Kirchenmusik bekam
eine besondere rituelle
Funktion. Einerseits sollte der Cäcilienverein neu den Volksgesang
führen, andrerseits die
Werke alter und neuer Kirchenmusiker in die Gottesdienste integrieren.
70 Proben und 172 Aufführungen
Einer Verpflichtung wie sie beispielsweise 1935 mit 70
Proben und 172 Aufführungen noch
an der Tagesordnung war, konnte der zum Kirchenchor umbenannte
Cäcilienverein auch
aufgrund der zunehmenden Freizeitangebote nicht mehr
selbstverständlich nachkommen. Die
jährlichen Einsätze wurden allmählich auf 40 Proben und
70 Aufführungen reduziert. Was
den Chor ausserhalb der Kirche herausforderte, waren gemeinsame
Anlässe mit anderen
Kirchenchören sowie die Teilnahme an Kreis – und
Kantonalgesangsfesten. Von diesen
kehrte der Verein jeweils mit glänzenden Kritiken heim. Auf
positives Echo stiessen auch die
Übertragungen am Radio. Zum 100 – Jahr - Jubiläum des
Kirchenchors wurden zwei
Festgottesdienste mit der „Kleinen Orgelsolomesse“ von
Joseph Haydn feierlich gestaltet. Die
weltlichen Jubiläumsfeierlichkeiten mit Festakt und
Unterhaltungsabenden fanden
am 17./ 18. November 1978 statt. Das 125–Jahr–Jubiläum
wurde im 2003 mit diversen
Jubiläumsanlässen, einem Offenen Singen und mit einem
eindrücklichen Festkonzert in der
Pfarrkirche Schüpfheim gefeiert.
Dirigenten:
1955 – 1979 Franz Hurni;
1979 – 1989 Hans Zemp,
1989 – 1993 Erwin Schnider;
1993 – 2004 Markus Zemp;
2004 – 2006 Rolf Stucki;
ab August 2006 Elsbeth Thürig-Hofstetter; |
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